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Colon-Hydro-Therapie > Allgemeine Bemerkungen
   Allgemeine Bemerkungen
 

Während der CHT-Sitzung kann der Therapeut auf der Basis der Kenntnis der Krankheitsgeschichte des Patienten die Ausleitungen begutachten und nützliche Rückschlüsse ziehen. Obwohl jeder Fall einzigartig ist, kann man, beruhend auf der bisherigen Erfahrung, einige allgemein gültige Bemerkungen aufstellen:

 

1. Blähungen:

Luftansammlungen im Dickdarm sind bei jedem Patienten in unterschiedlicher Quantität vorzufinden; meistens werden sie zu Beginn der CHT-Sitzung ausgeleitet; die Patienten merken nach der Therapie sofort den dadurch reduzierten Bauchumfang. Vermehrte Luftansammlungen entstehen durch Fäulnis- und Gärprozesse alter Rückstände im Dickdarm; für deren Ausleitung benötigt man erfahrungsgemäss mindestens drei CHT-Sitzungen.

 

2. Stuhl:

Da es in den Abschnitten Sigma/Rektum so gut wie keine alten Stuhlablagerungen gibt, wird in der ersten CHT-Sitzung nur wenig ausgespült; dies ändert sich jedoch in den weiteren Sitzungen, da man tiefer in den Dickdarm vordringt. Der Blinddarm ist ein wahrhaftiger Speicher von Stuhlrückständen, aber auch im aszendenten und transversalen Abschnitt sowie in beiden Dickdarmbiegungen lagert sich oft Stuhl im Laufe der Jahre ab; dieser wird während der CHT leicht ausgespült. Ablagerungen die aus den Haustren stammen können evtl. durch ihre Grösse den Abfluss behindern; in diesem Fall unterbricht man die Sitzung, der Patient geht auf Toilette und anschliessend setzt man die Behandlung fort. Die aus dem Blinddarm stammenden Ablagerungen sehen aus wie trüber, dunkler, zähfliessender Schlamm.

 

3. Farbe:

Durch das Wasser wird der Stuhl und auch die Farbe verdünnt; die verschiedenartigen Färbungen sind jedoch im Sichtrohr leicht zu unterscheiden und geben oft interessante Hinweise:

1  Zitronengelb

Oft bei Vegetariern anzutreffen

2  Gallegrün

Ist bei sämtlichen Leber/Galle-Pathologien anzutreffen, aber auch bei Patienten, die viele Medikamente einnehmen

3  Rötlich-orange

Oft bei Patienten anzutreffen, die sehr viel Fleisch essen; evtl. Hinweis auf oxidative Prozesse

4  Schwarz

Hier muss man abklären, was der Patient zu sich genommen hat (Eisenpräparate, Blutwurst, Tintenfisch etc.); eine evtl. Blutung im Verdauungstrakt muss abgeklärt werden

5  Rötlich

Färbung durch Lebensmittel ausschliessen (Rote Beete etc.); akute Blutung im Darmbereich

6 Sonstige

Immer zuerst abchecken, ob die Färbung nicht von Lebensmitteln stammt; dies kann manchmal zu einer Missinterpretation führen (Lebensmittelfarben, einige Nahrungsmittel wie z. B. Rote Beete - rot, Spinat - grün, Blutwurst etc.)

 

4. Schleimhaut:

Die Schleimhaut ist die innere Verkleidung des Dickdarmes und befindet sich daher in direktem Kontakt mit dem Dickdarminhalt. Daher leidet sie auch direkt unter den Konsequenzen verlangsamter Stuhlentleerung   und den daraus resultierenden Ablagerungen und damit verbundenen Gärungs- und Fäulnisprozessen. Oft kann man die Ausleitung von ganzen Schleimhautstücken beobachten, die dem Stuhl anhaften, mit unterschiedlichen Färbungen. Die alten Schleimhautrückstände, die aus abgelegenen Darmabschnitten oder Haustren stammen, haben oft die Form langer Schnüre und sind von dunkler Färbung.

Anhang : Schleim

Der von der Schleimhaut produzierte Schleim unterstützt die Weiterbewegung des Darminhaltes; bei einer gestörten Dickdarmfunktion, speziell bei Verstopfung, wird dieser Schleim oft zu lange im Dickdarm zurückgehalten, verliert an Feuchtigkeit und lagert sich zusammen mit alten Stuhlresten ab. Während der CHT sind diese alten Schleimreste als harz- oder orangenschalenähnliche Stücke zu erkennen.



5. Fremdkörper

Machmal werden bewusst oder unbewusst verschluckte Fremdkörper unterschiedlichster Herkunft ausgeschieden:

    1. Kerne (Trauben, Pflaumen, Oliven etc.)
    2. Obst- und Gemüseschalen (Tomaten, Paprika)
    3. Ungekaute Nahrungsmittel (ganze Oliven!)
    4. Kappen von Kugelschreibern   (BIC)
    5. Plastikteilchen verschiedener Grössen
    6. Büroklammern (wahrhaftig!)
    7. Parasiten ( bei bekanntem Parasitenbefall ist eine unterstützende medikamentöse Behandlung erforderlich, z. b. orthomolekulares Wismuthpräparat)

 

 
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